NYC - Zwischen Shoppingfieber und SightseeingNun neigte sich unser legales Shopping Kontingent allerdings auch langsam dem Ende, was schade war, denn überall in Manhattan, besonders entlang des Broadways, gibt es zahllose kleine Stores, die die coolsten Klamotten verkkaufen, die man sich vorstellen kann. Besonders angesagt auch in NYC: Klamotten von Ed Hardy. Und das zu Spottpreisen. Kurze, kriminelle Anwandlungen, unser altes Zeug hier zu lassen und einfach auf dem Rückflug die neuen Klamotten als alte Lumpen zu schmuggeln, flachten schnell wieder ab, nachdem uns klar wurde, was da auf uns zu kommen könnte. Und in der Tat, die meisten Versuche in dieser Richtung, zahlloser Touristen, schlagen fehl. Die Zollbeamten sind da nicht auf den Kopf gefallen. Und so schöpften wir unser Frei-Budget bis auf den letzten Cent aus, verstauen die Quittungen sicher im Gepäck und konnten später, ohne mulmiges Gefühl, den deutschen Zoll passieren. Zum Thema Sight-Seeing muss man als aller erstes erwähnen, dass dieses in NYC ordentlich was kostet. Und wäre der Dollar zu unserem Aufenthalt mehr wert gewesen, hätten wir sicher auf den einen oder anderen Ausblick verzichtet. So konnten wir uns jedoch, ohne zu verarmen, dem Pflichtprogramm widmen. Für annehmbare zwölf Dollar shipperten wir zur Freiheitsstatue, mussten uns allerdings, trotz unseres frühen Erscheinens, in einer endlos erscheinenden Schlange einreihen, um dann vor Bootfahrtsantritt noch einen Securitycheck über uns ergehen zu lassen, der jedem Hochsicherheitstrakt alle Ehre machen würde. Seit den Terroranschlägen von 2001 ist es leider auch nicht mehr möglich, die Krone der Freiheitsstatue zu erklimmen. Lediglich den Sockel, der ein Museum beinhaltet, kann man gegen einen saftigen Aufpreis besuchen. Preislich mehr den Vogel abgeschossen hat dann der Besuch des, nach der Zerstörung des World Trade Centers, höchsten Gebäudes der Stadt, dem Empire State Building. Zugegeben, der Ausblick ist fantastisch und man bekommt zum ersten Mal einen reellen Überblick über Manhattan, in alle Richtungen. Dennoch sind 19 Dollar für eine Fahrt mit dem Fahrstuhl ziemlich happig. Nach zahllosen Museumsbesuchen, Konzerten und Begegnungen mit skurrilen Menschen - diese scheinen alle in New York zu leben und quatschen einem nicht selten eine Frikadelle ans Ohr - machten wir uns erschöpft auf die Heimreise. Zehn Tage New York sind definitiv mindestens drei Tage zuviel. Denn nach einer Woche Großstadtchaos vom Feinsten, braucht man tatsächlich erstmal Urlaub. Aber es war ein schönes Erlebnis, welches uns durchweg positiv in Erinnerung geblieben ist. Und der Zauber eines Traumes am Ende der Welt, den es möglicherweise nur in Filmen gibt, stellt sich schon nach dem Genuss weniger Hollywood Filme wieder ein. Und wenn wir dann im Kino oder auf dem Videoabend damit prahlen können, dass wir ja an dieser Häuserecke auch schon gestanden haben und vor jenem Gebäude auch schon unser Fast Food zu uns genommen haben, sind wir uns sicher, dass dies nicht unser letzter Besuch war, in der Stadt, die niemals schläft.
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