header
 
Reise & Ferne Länder » NYC - Zwischen Shoppingfieber und Sightseeing

NYC - Zwischen Shoppingfieber und Sightseeing


Tags darauf steht ein besonderer Ausflug an: Als Fans von actionlastigen Fahrgeschäften schleifen wir uns am nächsten Morgen zum Busbahnhof um einen Bus ins nahegelegene New Jersey zu bekommen, der außerhalb der Saison nur einmal am Tag den Weg zum, zu diesem Zeitpunkt nur zweimal in der Woche geöffneten, "New Jersey Six Flags Park", zurücklegt. Dort steht mit der "Kingdaka" die höchste Achterbahn der Welt, ein Erlebnis, das wir uns nicht entgehen lassen wollen, wenn wir schonmal in der Nähe sind. Schöne Idee, hätte das Wetter an diesem Tag nicht von strahlendem Sonnenschein in trübstes Regenwetter umgeschlagen. Knackpunkt ist nämlich: Zum einen öffnet die "Kingdaka" nicht an Regentagen, weil sie bei nasser Bahn die 140 Meter hohe, im rechten Winkel aufsteigende Anhöhe nicht schafft und zum anderen fährt der Bus zurück nach Manhattan auch nur einmal am Tag...um 18:00 Uhr. Uns blühte also ein verregneter, kalter Tag, in einem, ansonsten recht trostlos wirkenden, Vergnügungspark, ohne der Hauptattraltion fröhnen zu dürfen. Aus Frust fuhren wir den restlichen Tag über mit den 16 anderen Achterbahnen des Parks, was sich in unerträglicher Übelkeit niederschlug und das Erlebnis restlos vermasselte.

Nachdem wir Freitagabend angereist waren, sollte nun, am Montag, die Urlaubswoche so richtig losgehen. Zunächst stand ein erster Blick in die Shoppingcenter an. Wo geht man in New York gut shoppen? Kurz ein paar Leute auf der Strasse gefragt, und die Antworten variierten nur zwischen drei Möglichkeiten: Erstens "I don't now, I'm a tourist myself" (wahlweise auch auf französisch, deutsch oder japanisch zu vernehmen. Zeitweise bekommt man den Eindruck, NYC besteht nur aus Touristen), zweitens "Definitely Macy's!" und drittens "21st Century". Von Macy's hatten wir natürlich schon vorher gehört, aber das am "Ground Zero" gelegene 21st Century lag näher, also nichts wie hin.

Aussehen tut der Laden wie ein verwinkeltes, unendlich großes "Woolworth". Eher lieblos und ein bißchen lotterig, aber gefüllt mit den schönsten Klamotten-Marken, die man sich vorstellen kann. Und das durchweg zu reduzierten Preisen, weil es sich wohl nicht um die aktuellste Kollektion handelt. Das Schöne ist, das merkt in Deutschland keine Sau. Spätestens, wenn man erzählt, dass man für die drei Levi's Jeans zusammen nur 60 Euro ausgegben hat und die zahlreichen Chucks umgerechnet läppische 17,95 Euro pro Paar gekostet haben, verstummen alle Kritiker. Auch eine, sogar aktuelle Snowboard Jacke, der in Deutschland undenkbar teuren Marke Spyder hat uns lächerliche 120 Euro gekostet. Gerade im Shoppingparadies angekommen und dem Einkaufswahn verfallen, bremst uns auch schon eine der Wichtigsten Regeln, die man beachten sollte, wenn man im nichteuropäischen Ausland einkaufen geht, aus: Steuerfrei eingekauft werden dürfen nur Artikel bis zu einem Gesamtwert von 175 Euro. Sonst wird's teuer am deutschen Zoll. Und auch diese Regelung gilt nicht uneingeschränkt, einige Waren haben ihre eigenen Restriktionen und dazu zählen nicht nur Alkohol, Tabak und Nuklear-Waffen. Also, vor dem Antritt der Reise auf der Seite des deutschen Zolls schlau machen!

Na ja, aber es ist kaum zu glauben, was man zur Zeit in den USA für 175 Euro bekommt. Und so bleibt uns nach unserem ersten Rausch noch genug Luft, um einen Abstecher zu Macy's zu machen, wo man als Tourist sogar einen 20% Rabatt Gutschein für alle Einkäufe innerhalb eines Monats ab Ausstellungsdatum erhält. Wir haben es zunächst auch nicht geglaubt, aber es stimmt: einfach an der Info fragen, der Herr sprach sogar Deutsch.

ANZEIGE: