NYC - Zwischen Shoppingfieber und SightseeingSelten stand der Dollar-Kurs so günstig für USA-Reisende aus dem Ausland, wie jetzt. Was für die Wirtschaft zur Zeit eine ernsthafte Krise darstellt, ist für Globetrotter ein riesen Gewinn. Diese Gunst der Stunde haben wir genutzt, um uns für Euch 10 Tage lang in das Land der unbegrenzten Möglichkeiten zu begeben und Euch einen exklusiven Bericht über die Weltmetropole New York zu liefern.New York ist für viele Menschen der Inbegriff von Amerika. Selbst wer noch nie dort war, hat das Gefühl, diese Stadt in und auswendig zu kennen, da sie Schauplatz der meisten Hollywood-Filme ist. Und so überkommt auch uns nach unserer Ankunft der Eindruck, als seien wir irgendwie zu Hause angekommen. Aber fangen wir ganz von vorn an, denn das Preiswunder beginnt bereits bei der Buchung der Reise. Ein Flug nach NYC, der muss teuer sein, so mein erster Gedanke. Um so überraschter war ich, als ich im Internet für knapp 350 Euro, Hin- und Rückflug bei der holländischen Fluggesellschaft KLM buchen konnte. Diese macht zwar standardmäßig Halt im holländischen Schipol, aber der Akt des Umsteigens ist bei dem Preis durchaus vertretbar. Ansonsten kann ich KLM bedenkenlos empfehlen. Der Service an Bord ist hervorragen, es gibt mehrere, leckere Mahlzeiten, die auf Wunsch auch vegetarisch oder Glutenfrei serviert werden. Zur Unterhaltung gibt es eine zahllose Auswahl an aktuellen Hollywoodfilmen, TV-Serien und Videospielen, die man sich auf dem eigenen Screen über eine Controller-artige Fernbedienung zu Gemüte führen kann. Und auch die Tatsache, dass sich mein morgendlicher Flug von Hamburg aus um 6 Stunden verschoben hat, wurde finanziell entschädigt, so dass ich fast umsonst gefolgen bin. Was will man mehr? Nach knapp acht Stunden Flug, naht der große Moment. Wir landen am JFK-Airport in New York. Erste suchende Blicke nach der Skyline von Manhattan, die man selbstverständlich von dem außerhalb gelegenen Flughafen aus nicht sehen kann (naiver Tourist) gleiten durch mein Bordfenster auf den entfernten Highway und bleiben auf einem brennenden Auto am Straßenrand hängen. Das ausgerechnet bei meiner Ankunft ein derartiger Autounfall stattgefunden hat, wird sicher großer Zufall gewesen sein, für mich war jedoch in dem Moment klar: Jetzt bin ich in Amerika. Hier explodieren täglich Autos, stürzen Flugzeuge ab, werden Verbrecher von Muskelbepackten Söldern mit Maschinengewehren gestellt...mein nächster Blick ging Richtung Landebahn. Ich war überzeugt davon, dass dort irgendwo Bruce Willis in einem zerfetzten Schiesser-Feinripp Unterhemd mit zwei brennenden Fackeln versuchen würde, uns vor einer katastrophalen Landung zu bewahren. Aber nichts da: nach Abklingen meines ersten Adrenalinstosses wurde mir peinlich bewusst, dass das gerade eine alberne Verquickung von Kindheitsträumen und nahendem Jet-Lag war und die Rationalität erhielt wieder Einzug in meine Gehirnwindungen. Was uns am Flughafen erwartete, hatte ganz und gar nichts mit Action und Adrenalin zu tun. Eine riesige Schlange Reisender wartete auf die Pass-Kontrolle und die Erlaubnis, die USA betreten zu dürfen. Hier war Warten die Devise. Nach einer halben Ewigkeit wurden wir dann Zeuge, warum das hier alles so lang gedauert hatte: Seit dem 11. September 2001 sind die Sicherheitsvorkehrungen an den amerikanischen Flughäfen furchtbar hoch und wir müssen jede Menge Fragen zu unserem Aufenthalt beantworten. Nach dem Motto "Wo komm ich her, wo geh ich hin und macht das alles einen Sinn", löchert uns ein schlecht gelaunter Zollbeamter mit russischem Akzent mit seinen Fragen.
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