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Irland: Der Inbegriff von Romantik und Erholung

Gefangen in den Mühlen des hektischen Alltags, gelangt jeder von uns einmal an den Punkt, an dem wir uns sagen: "Ich muss raus hier! Einfach weg von allem..." Was liegt also näher, als ein romantischer Urlaub zu zweit, fernab von allem, was das Leben so anstrengend macht.

Doch wo gibt es diese Freiheit noch? An welchen Ort dieser Welt müssen wir reisen, um den Fängen von Hektik und Stress zu entrinnen und den Kopf frei zu bekommen, um gemeinsame Stunden mit dem Partner mal wieder so richtig auskosten zu können?
Die gute Nachricht lautet: Gar nicht mal so weit!

Irland, auch die Grüne Insel genannt, liegt nur ungefähr zwei Flugstunden von den meisten deutschen Flughäfen entfernt. Und auf diesem kleinen Fleckchen Erde finden Sie alles, was das ausgepowerte Herz und die ausgebrannte Seele benötigen, um wieder zu vollen Kräften zu kommen. Wir haben uns an die wunderschöne Westküste der Insel, in den Bezirk County Kerry begeben, und haben den Erholungs- und Romantikcheck gemacht.


Von Hamburg aus sind wir zunächst mit dem Billigfluganbieter "RyanAir" für nichtmal 30 Euro pro Person nach Dublin geflogen. Der Komfort dieser Fluglinie ist praktisch nicht vorhanden, was bei diesem Preis jedoch für zwei Stunden Flug durchaus zu verschmerzen ist. In Dublin angekommen, erscheint es zunächst so, als hätten wir lediglich die heimatliche Großstadt gegen eine andere eingetauscht, in der zu allem Überfluss die Menschen auch noch eine andere Sprache sprechen und die Autos auf der falschen Straßenseite fahren. Etwas besorgt machen wir uns auf, um unseren Mietwagen abzuholen. Hier dann der erste Kulturshock, das Lenkrad auf der rechten Seite und der Linksverkehr sind entgegen beruhigender Worte von bereits Irland-erprobten Freunden, doch sehr gewöhnungsbedürftig und nicht nur einmal schlage ich mit der rechten Hand schmerzhaft gegen die Fahrertür, bei dem Versuch den Schaltknüppel zu greifen. Aber auch daran gewöhnen wir uns mit der Zeit und es geht auf die in Irland glücklicherweise recht spärlich gesäte Autobahn. An dieser Stelle sei gesagt, dass die Fahrt vom Dubliner Flughafen bis an die Westküste mit über 400 Kilometern sehr lang und durch die ungewohnten Strassenverhältnisse auch sehr beschwerlich ist. Es lohnt sich also durchaus, einen zusätzlichen Flug zu buchen, der einen von Dublin an einen der vielen inländischen Flughäfen bringt. Diese sind meist nicht ganz so günstig, aber man erspart sich damit einiges an Stress, den wir in Irland schließlich loswerden wollen.

Nach ungefähr fünf Stunden ist es dann soweit, wir erreichen den Bezirk Kerry und bekommen hier den ersten überwältigenden Eindruck davon, was uns die nächsten Tage erwarten wird. Der "Ring of Kerry" ist eine etwa 170 Kilometer lange Küstenstrasse, die als schönster Wanderweg Irlands gilt. Und das mit Recht. Denn es ist nur schwer vorszustellen, wie dieser postkartengleiche Anblick noch zu überbieten sein soll. In allen Grüntönen dieser Welt zeichnen sich die in mystisch-romantischen Nebel gehüllten Berge Irlands am, in blutrotes Licht der mittlerweile untergehenden Sonne getauchten Himmel ab. Mit einem Schlag befinden wir uns in einer anderen Welt, als wäre ein Schalter umgelegt worden. Vergessen ist der Alltag und auch die Unannehmlichkeiten der langen Fahrt. Mit diesem Anblick werden wir die nächsten Tage aufwachen und schlafen gehen, kein Gedanke könnte in diesem Moment schöner sein.


Nach einigen Kilometern erreichen wir das kleine, an der Küste gelegene Fischerdörfchen "Portmagee". Hier haben wir uns für eine Woche ein Ferienhaus gemietet. Es war mit 600 Euro nicht ganz günstig, ist jedoch dafür sehr groß, in tadelosem Zustand und so wunderbar ruhig gelegen, dass es jeden Cent wert ist. Vom Schlafzimmer aus haben wir direkten Blick auf einen Fluss, der nur wenige hundert Meter weiter in den atlantischen Ozean mündet.

Da es schon spät am Abend ist, beschliessen wir, nur schnell unsere Sachen auszupacken und noch einen kleinen Rundgang durch Portmagee zu machen. Mittlerweile ist es dunkel draussen und die Landschaft, die uns umgibt ist nur noch zu erahnen. Nur wenige hundert Meter entfernt von uns, weit oben auf einem Berg weist ein Leuchtturm mit seinem Licht den Schiffen auf See den Weg. Der Ort selbst besteht aus nur einer kleinen Strasse, an der es einige Wohnhäuser gibt, die in den für Irland typischen bunten Farben gestrichen sind. Zentrum ist der örtliche, romantisch eingerichtete und am Anlegeplatz für die Fischerboote gelegene Pub. Dort lassen wir in gemütlicher Runde mit den Dorfbewohnern den Abend ausklingen und fallen dann erschöpft ins Bett.

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