Beziehungsstress - so streitet ihr richtig
Falsch: Ein sehr heikles Thema. Wenn ein Mann sich etwas in den Kopf gesetzt hat, was Sie aber partout nicht möchten, ist der nächste Streit nicht fern. Er möchte mit seinen Kumpels um die Häuser ziehen, allein in den Urlaub fahren, mit seiner Ex-Freundin einen harmlosen Kaffee trinken oder für ein Fußballspiel ans andere Ende der Welt reisen – Sie sind aber dagegen. Jetzt ist Feingefühl gefragt. Sätze wie „Das verbiete ich dir“, „Wenn du das machst“ oder „Warte nur ab“, sollten Sie jetzt tunlichst vermeiden. Richtig: Handhaben Sie das Problem mit männlicher Sturheit. Erst einmal gar nicht ansprechen und wenn es dann soweit ist, dann versuchen Sie sachlich die Argumente vorzutragen, die dagegen sprechen. Wenn er es dann immer noch nicht einsieht, dann stellen Sie die Zauberfrage: Was wäre, wenn es andersrum wäre? Meistens kommen Männer hier zur Vernunft. Wenn auch das nichts mehr hilft, haben Sie zwei Möglichkeiten: Entweder Sie lassen Ihrem Partner die Freiheit, auch wenn es schwerfällt oder er muss mit den Konsequenzen leben. Doch erpressen geht gar nicht.
…, dass Sie ihn betrogen haben? Falsch: „Dein Kumpel ist besser im Bett als du.“ Das ist ein Tiefschlag. Egal, wie sehr Ihr Partner Sie auch verletzt haben sollte oder wie leid Ihnen der Fremdgang auch tut, versuchen Sie mitfühlend, objektiv und fair zu bleiben. Richtig: „Ich habe einen schrecklichen Fehler gemacht und es tut mir so leid.“ Zeigen Sie Ihr Bedauern und Ihre Scham. Gestehen Sie sich und ihm Ihre Schuld ein. Und halten Sie seine Gefühle aus.
…, dass er schlecht im Bett ist?
Richtig: Hier gilt nicht reden, sondern zeigen! Zeigen Sie ihm, wie er es besser machen kann. Nehmen Sie seine Hände und führen sie oder sagen Sie ihm klipp und klar, aber zärtlich, was Sie mögen und wollen. Denn mit Ihrer Regie wird aus dem Dilettanten schnell ein Don Juan.
…, dass Sie ihn nicht mehr lieben? Falsch: „Es ist aus. Sieh zu, dass du Land gewinnst.“ Nicht die feine englische Art – es sei denn der Mistkerl hat es verdient. 90 % aller Trennungen gehen von Frauen aus, doch diese wissen nicht immer, wie Sie es richtig ansprechen sollen. Deshalb schieben wir es vor uns her, anstatt für Klarheit zu sorgen. Richtig: Nehmen Sie sich Zeit für das Gespräch und wählen Sie Formulierungen, die nicht anklagend oder beleidigend sind. Sagen Sie nicht, dass Sie sich trennen, weil er so langweilig, dumm oder ignorant ist, sondern schieben Sie es auf die Gefühle: „Die Gefühle sind einfach nicht mehr da“ oder „Ich liebe dich nicht mehr so, wie ich es sollte.“ Solche Sätze sind weniger verletzend und sorgen dafür, dass man im Guten auseinandergeht. |
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