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Interview mit einem Detektiv


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Kommen Hunde auch bei echten Detektiven zum Einsatz?
Bei der eigentlichen Detektivarbeit eher nicht, aber mit Sicherheit in der artverwandten Sparte des Wach- und Sicherheitsdienstes. Zu Anfang meiner Laufbahn habe ich auch häufiger Objektsicherungen durchgeführt. Als wir eine große Gewerbemesse sichern mussten, hatten wir auch einen Wachhund dabei: Attila, ein schöner, schlauer Bursche.

Im Film entdecken die FÜNF FREUNDE ein geheimes Versteck in einer ehemaligen Schmugglerhöhle. Durch einen dort eingehenden Funkspruch erfahren sie, dass sich Georges Vater – ein berühmter Erfinder – in großer Gefahr befindet, denn jemand will ihm seine neueste Erfindung stehlen. Was würden Sie den Kindern in dieser Situation raten?
Sofort die Polizei verständigen! Das tut der erwachsene Detektiv in einer brenzligen Situation auch.

Arbeiten sie oft und gut mit der Polizei zusammen?

Nur circa ein Drittel meiner Fälle haben einen strafrechtlichen Bezug. Dort leiste ich oft die Vorarbeit und gebe meine Ermittlungsergebnisse dann an die Polizei bzw. Staatsanwaltschaft weiter. Wenn es in der Vergangenheit zu einem direkten Kontakt kam, war das Verhältnis stets sehr gut. Ich kenne privat einige Polizisten, mit denen ich mich prima verstehe. Man merkt immer wieder, dass sowohl bei uns, als auch bei der Polizei große Neugierde gegenüber der Tätigkeit des jeweils Anderen herrscht. Wir haben alle durch Medien und TV eine äußerst abenteuerliche Klischee-Vorstellung von Detektiv bzw. Polizist, die sich erst dann in Luft auflöst, wenn man eine Zeitlang hinter die Kulissen schaut.

Haben Sie zum Schluss noch ein paar gute Tipps für alle Abenteurer und Hobbydetektive, die selbst gern ein paar Fälle lösen möchten?
Hmmm. Immer die Augen offen halten und möglichst aufmerksam durch die Gegend gehen! Der gute Detektiv schärft seine Sinne und trainiert sein Gedächtnis. Auch von „echten“ Detektiven wird gerne das Grundsätzliche vernachlässigt. Zum Beispiel muss ein Detektiv, auch wenn's mal langweilig wird, sehr ausdauernd, pünktlich und fleißig sein. Seine größte Stärke sollte außerdem darin bestehen, Dinge, Personen und Vorgänge gut zu beschreiben. Oft sind die Berichte von Kollegen eine Katastrophe! Trainiert eure Fähigkeiten mit Schreibübungen und fertigt Personenbeschreibungen an. Beobachtet jemanden unauffällig und schreibt anschließend einen Observationsbericht. An der Qualität der Berichte erkennt man den wirklich guten Detektiv.
 


Dienstag, 17.01.2012 | ah

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