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Intimfrisur – was geht und was nicht

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Nicht nur die Haare auf dem Kopf müssen gepflegt und in Form gebracht werden. Immer mehr Frauen frisieren sich auch untenrum. Warum wir das machen sollten und worauf die Männer stehen lesen Sie jetzt…

Neulich saß ich mit drei Freundinnen beim Essen zusammen. Wir tranken ein Glas Wein, redeten über Gott und die Welt. Und auf einmal, aus dem Nichts, fragte meine Freundin in die Runde: „Macht ihr es eigentlich brasilianisch oder Hollywood?“ Und ich dachte nur: „Häh? Was willst du?“

Nachdem sie mich aufgeklärt hatte, verstand ich, worauf sie hinauswollte: Auf die Intimfrisur. Als wir diese Kommunikationshürde also geklärt hatten, geriet das Gespräch in vollen Gange und erhitzte die Gemüter. Letztlich waren wir uns einig: Die Frauen Deutschlands sind sich nicht einig.

Immer mehr Frauen rasieren und frisieren sich auch im Intimbereich. Der Trend, der aus den Vereinigten Staaten zu uns herübergeschwappt war, ließ sich schon länger abzeichnen. Während Frauen sich anfangs nur die Bikinizone rasierten, gilt jetzt: Weniger ist mehr! Doch wie eine Intimrasur aussehen sollte und was gar nicht geht: Da spalten sich die Gemüter.

Fragt man deutsche Frauen, wie sie sich untenrum frisieren, so wird ein gemischtes Bild dargelegt. 65 % aller Frauen rasieren sich ganz. Sie entfernen sich jegliche Haare in der Intimzone, genannt wurde diese Variante „Hollywood“. Wahrscheinlich weil dies dort Gang und Gebe ist. Nur 4 % aller Frauen lassen ihre Haare wachsen und wuchern, wie es Ihnen gefällt. Die Natur-Variante scheint dementsprechend am Aussterben zu sein. Dafür dürften wir Frauen dankbar sein. Denn der wilde Haarwuchs ist ästhetisch nicht ansprechend und dürfte nur hartgesottenen Fetisch-Anhängern gefallen.

Was machen denn die anderen 31 % der Frauen mit ihren Haaren? Sie bevorzugen die Intimfrisur „Brazilian Cut“ oder auch Landebahn genannt. Es werden alle Haare entfernt bis auf einen schmalen Streifen auf dem Schambein.

Die Frauen unter uns, die besonders lustig, kreativ und/oder innovativ sein wollen, entscheiden sich dafür, die Haare ihrer Intimzone zu Formen, Buchstaben oder Symbolen zu stutzen. Statt einer Glatze oder einer Landebahnen haben diese Frauen dann ein Herz, ein Pfeil oder ein Kleeblatt in der Hose. Manche lassen sich sogar den Anfangsbuchstaben des Freundes stutzen. Eine Bikinifrisur in Form eines „E“ wie Emil oder „S“ wie Sven. Lustig ist es allemal. Aber erotisch? Muss jeder für sich wissen…

Der Markt der Intimfrisuren boomt dermaßen, dass sogar ein völlig neues Berufsfeld dazugekommen ist: Der Intimfriseur. Ja, richtig gelesen. Wie bei dem normalen Friseur gehen Sie dorthin, legen sich nackt auf eine Liege und lassen den Meister seine Arbeit machen. Ob stutzen, wachsen oder rasieren: Der Intimfriseur legt Hand an.

Doch warum sollte sich die Frau von Welt heutzutage einer solchen Prozedur unterziehen – gleich, ob sie das selbst im heimischen Badezimmer macht oder auf der Liege einer Intimfriseurin?

Fakt ist: Ein rasierter, gestutzter oder nackter Intimbereich ist hygienischer. Er ist leichter zu reinigen und zu pflegen. Doch nicht nur der Säuberlichkeitsfakor ist ausschlaggebend. Auch das Sexualverhalten und –empfinden wird durch eine Intimfrisur besser. Sowohl beim Oral- als auch beim vaginalen Verkehr ist es für den Mann und auch die Frau angenehmer als picksende, unangenehme Haare im Mund und in Körperöffnungen zu haben. 

Apropos Mann: Dieser profitiert ungemein über die Verbreitung der Intimfrisur. Zum einen ist der Anblick schöner  und detaillierter, zum anderen konnten die meisten Männer den wilden Intimhaarwuchs der vergangenen Jahrzehnte ohnehin nicht ausstehen. Doch genauso uneins wie die Frauenwelt sich im Bezug auf die passende und schönste Frisur ist, so unschlüssig sind sich auch die Männer: Sie schwanken zwischen dem Landestreifen und der Hollywood-Variante. Wenn Sie Ihrem Partner überraschen wollen, dann wechseln Sie doch zwischen diesen beiden Frisuren hin und her. Dann kommt auch keine Langeweile auf.

Es bleibt zu hoffen, dass auch die Männer vermehrt den Griff zum Rasierer, Wachs oder Enthaarungscreme wagen. Denn immerhin setzt sich jede Entwicklung über kurz oder lang  auch bei den Männern durch. Denn ein schön rasierter, enthaarter und gepflegter Mann sieht doch auch gleich viel leckerer aus…


Donnerstag, 25.06.2009 | lsm

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