Große Patienten-Umfrage: Osteopathie lindert Beschwerden deutlich

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Fast alle der ca. 6.000 Befragten geben Verbesserung von über 50 Prozent an

Die aktuell größte Befragung von Osteopathie- Patienten zeigt: Die sanfte Behandlung verbessert für fast alle die Empfindung von Beschwerden deutlich. Nach Angaben der 5.849 Teilnehmer aus dem gesamten Bundesgebiet verringern sich Schmerzen und Leiden signifikant um mehr als 50 Prozent. Die Umfrage des Bundesverbands Osteopathie e.V. – BVO macht deutlich: In fast allen Fällen konnten starke bis sehr starke Schmerzen auf leichte bis sehr schwache gelindert werden – so etwa bei chronischen und akuten Rückenschmerzen. Kein Wunder also, dass fast alle Befragten die osteopathische Behandlung weiterempfehlen und auch ohne Kostenerstattung nutzen würden.

Osteopathie ist ein eigenständiger und ergänzender medizinischer Ansatz für Untersuchung, Behandlung und Vorsorge. Demnach stehen im menschlichen Körper als gesamtheitliche Funktionseinheit alle Organe, Gefäße, Gewebe und Knochen in Verbindung miteinander. Über Blutkreislauf und Lymphsystem werden die Bestandteile mit Nähr- und Botenstoffen versorgt. Osteopathen spüren mit ihren Händen nach Störungen in den Strukturen und lösen diese mit sanften Handgriffen und leichtem Druck auf. Die Versorgung kann wieder zirkulieren und Beschwerden gemindert oder ganz behoben werden. Und das mit deutlichem Erfolg: Das zeigt die Auswertung der großangelegten bundesweiten Befragung von fast 6.000 Osteopathie-Patienten aus allen Altersklassen durch den BVO und seine Mitglieder.

Deutlich wahrnehmbare Behandlungserfolge

Über die Hälfte der Befragten wendete sich aufgrund akuter Beschwerden an osteopathische Therapeuten, etwa 40 Prozent aufgrund chronischer Leiden. Gut 55 Prozent ließen sich wegen Rückenbeschwerden behandeln, etwa 14 Prozent wegen Beschwerden am Kopf und etwas mehr als 13 Prozent wegen Beschwerden an Extremitäten wie Armen und Beinen. Eine Mehrheit der Teilnehmer hatte dabei vor der Behandlung starke bis sehr starke Schmerzen, nach der Therapie gaben fast zwei Drittel an, nur noch leichte bis sehr schwache Beschwerden zu spüren. Das gilt sowohl für chronische als auch für akute Leiden und über alle Ursachen hinweg. Nur wenige gaben an, keine positiven Effekte wahrzunehmen, wie beispielsweise weniger als 2,5 Prozent der Befragten mit mindestens starken Beschwerden antworteten.

Geschätzt und immer stärker etabliert

Nahezu 100 Prozent der Teilnehmer sagten aus, dass sie die osteopathische Behandlung weiterempfehlen würden. Für eine hohe Akzeptanz und breite Anerkennung der Osteopathie spricht auch, dass über drei Viertel der Teilnehmer gesetzlich versichert sind, die restlichen privat. Etwa zwei Drittel der Befragten erhielt eine zumindest teilweise Erstattung der Behandlungskosten. Wobei über 95 Prozent angab, Osteopathie auch ohne Bezuschussung in Anspruch nehmen zu wollen. Verstärkt sehen zudem Ärzte die Osteopathie als sinnvolle Ergänzung innerhalb der Gesundheitsversorgung: Während gut zwei Drittel der Patienten auf Empfehlung von Familie und Freunden zum Osteopathen gingen, sagten gut ein Viertel aus, durch ihre behandelnden Ärzte zur osteopathischen Behandlung gekommen zu sein.

„Die Ergebnisse der Umfrage zeigen, Osteopathie kann nicht nur einen wertvollen Beitrag im Gesundheitssystem leisten, sie tut es bereits“, sagt Georg Schöner, Vorsitzender des Vorstands des Bundesverbands Osteopathie e.V. – BVO. „Einendeutlichen Beleg dafür liefern die knapp 6.000 Teilnehmer, von denen der übergroße Teil erhebliche Verbesserungen ihrer Beschwerden durch die osteopathische Behandlung erfahren hat. Nicht zuletzt wegen dieser Erfolge genießt die Osteopathie bei vielen bereits heute eine hohe Akzeptanz als Ergänzung unserer Gesundheitsversorgung. Als Bundesverband werden wir uns auch deshalb weiter verstärkt für die berufliche Anerkennung, hohe Ausbildungsstandards und eine umfassende Qualitätssicherung einsetzen. Wir werden damit dem Vertrauen gerecht werden, das unsere Patienten und auch immer mehr Mediziner in die Osteopathiesetzen.“

Auch für Säuglinge zeichnen sich deutliche Behandlungserfolge ab

Aktuell unterstützt der Bundesverband Osteopathie e.V. – BVO zudem eine finanziell eine umfangreiche Studie der AFO zur osteopathischen Behandlung von Säuglingen, mit. Die Untersuchung läuft noch bis Ende Oktober und wird durch rund 200 Praxen aus ganz Deutschland durchgeführt. Sie richtet ihren Blick auf die gesundheitlichen Störungen, mit denen Eltern sich mit Kleinkindern an Kinderosteopathen wenden. Erforscht werden Behandlungsergebnisse, Heilungschancen und -erfolge und mögliche Risiken. Bereits zum jetzigen Zeitpunkt und nach einer Vorabauswertung von über 800 Behandlungsfällen zeichnet sich auch bei Säuglingen eine deutlich positive Tendenz ab: Je nach Beschwerden konnte eine Verbesserung der jeweiligen Symptomatik zwischen 50 und 80 Prozent erreicht werden. Im Anschluss einer tiefergehenden Auswertung werden die Ergebnisse dieser Studie in den kommenden Monaten publiziert.

(Text: Pressemitteilung, Bildquelle: bio, Bundesverband Osteopathie e.V.)