7 Tipps, was man vor seiner ersten Yogastunde beachten sollte

War Yoga früher nur als Selbstfindungstrip für esoterische Althippies verschrien, hat es sich mittlerweile zur Trendsportart gemausert.

Dabei ist Yoga im klassischen Sinne gar nicht als Sport sondern als Meditationsart definiert. Wer aber einmal unvorbereitet in eine Yogaklasse gestolpert ist, weiß, wie schnell der Schweiß fließt, ganz zu schweigen von dem Muskelkater danach. Gerade im Anfangsstadium erfordert Yoga Motivation, um die Verrenkungen, Gleichgewichtsübungen und Kraftanstrengungen auch wirklich zu probieren. Um als Anfänger optimal vorbereitet zu sein, hat Jan Wiesmann, Gründer von fitengo, der Suchmaschine für Fitnessaktivitäten, und selbst vor nicht allzu langer Zeit noch Yoga-Anfänger, sieben Tipps zusammengestellt, was man vor der ersten Yogastunde alles beachten sollte.

  1. Des Yogis neue Kleider –  Wer Yoga erst einmal nur ausprobieren möchte, muss sich nicht völlig neu einkleiden. Eine enge Jogginghose oder Leggins und ein bequemes T-shirt reichen völlig aus für die Probestunde. Zudem praktiziert man Yoga barfuß, sodass das Schuhproblem gar nicht erst aufkommt. Wer will, kann vor und nach der Stunde Socken und ein Sweatshirt anziehen. Oft kann man aber, wie beim Hatha Yoga am Ende der Stunde im Shavasana, der Ruhehaltung, unter einer Decke liegen und entspannen.
  2. Hatha Matte? –  Wie auch bei der Kleidung muss man sich am Anfang keine eigene Yogamatte zulegen, vor allem wenn man noch gar nicht weiß, ob einem die Sportart zusagt. Jedes Studio bietet auch Matten in den Kursräumen an, die man getrost benutzen kann. Einzig beim Bikram-Yoga, bei dem in einem bis zu 40 Grad heißen Raum Yogaübungen praktiziert werden, ist es ratsam, seine eigene Matte mitzubringen.
  3. It’s tool time –  Ähnlich wie bei Workout-Kursen im Fitnessstudio braucht man auch beim Yoga ab und zu Hilfsmittel, um die Übungen zu bewältigen. Dazu gehört beispielsweise ein Gurt zur besseren Dehnung oder ein Block zum Aufstützen und Stabilisieren. Auch die Decke wird zusammengefaltet bei denjenigen benutzt, die beim Schneidersitz erhöht sitzen müssen oder zur Hilfe unter dem Rücken. Vor Beginn der Stunde einfach beim Mattennachbarn abschauen oder den Yogalehrer fragen, wenn er es nicht ansagt. Zudem ist es ratsam, den Lehrer über den Anfängerstatus und mögliche Beschwerden zu informieren. In guten Anfängerklassen wird aber immer danach gefragt, wer zum ersten Mal einen Yogakurs besucht.
  4. Yogalicious – Nach dem Workout stellen die meisten guten Studios Tee und Obst zur Erfrischung bereit. Nur beim Hot Yoga ist es ausdrücklich ratsam, während der Stunde, aber auch schon vorher, sehr viel Wasser zu trinken. Durch die hohen Temperaturen kommt es zu einem großen Flüssigkeitsverlust, der sich massiv auf den Kreislauf auswirken kann. Auch auf reichhaltige Mahlzeiten sollte man vor einem Yogakurs verzichten, damit der Körper nicht mit der Verdauung beschäftigt ist, während er sich eigentlich auf die Yogaübungen konzentrieren sollte.
  5. Lieber Hund statt Krähe –  Schaut man geübten Yogis zu, sieht man athletische Menschen, die gleichzeitig flexibel und kraftvoll Kopfstand, Brücken oder Gleichgewichtsübungen, wie die Yoga-Krähe, scheinbar spielerisch bewältigen. Als Einsteiger hingegen bereitet schon der herabschauende Hund große Kraftanstrengung. Wichtig ist im Anfangsstadium aber vor allem, dass man in den Klassen lernt, wie die Übungen richtig ausgeführt werden. Erst wenn der Körper diese Bewegungsabläufe wirklich verinnerlicht hat, sollte man auch die Fortgeschrittenen-Kurse besuchen.
  6. Von Spirit bis Power  – Yoga ist nicht gleich Yoga. Auch in dieser Sportart gibt es verschiedene Stile und Arten. Zunächst einmal sollte man sich fragen, warum man Yoga praktizieren möchte. Möchte man mit den Übungen seine Rückenbeschwerden mindern, sieht man das Ganze eher sportlich oder auf einer spirituellen Ebene? Je nach Ausgangslage kann man zwischen verschiedenen Yoga-Stilen wählen. Unter Hatha Yoga sind körperbetonte Yoga-Praktiken zusammengefasst, bei der das Gleichgewicht zwischen Körper und Geist durch körperliche Übungen angestrebt wird. Kundalini Yoga ist hingegen eine spirituelle Form des Yogas mit Mantrengesängen und Meditationen. Wer Yoga eher als Sport oder zum Abnehmen einsetzen möchte, ist besser beim Bikram- oder Power Yoga aufgehoben. Auch für Schwangere und junge Mütter gibt es besondere Yoga-Kurse.
  7. Vom Suchen und Finden – Wenn man sich nun für einen Yoga-Stil entschieden hat, fängt die Suche nach einem geeigneten Kurs in der Nähe an. Allein in Berlin gibt es zig Yogastudios mit den unterschiedlichsten Yoga-Arten. Das Suchen und Vergleichen kann so zu einem langwierigen und nervigen Projekt werden. Hilfe bietet beispielsweise fitengo, eine Plattform auf der man hunderte Angebote nach Ort, Art, Level sowie Kurszeiten filtern und sogleich online buchen kann. So steht der ersten Yogastunde und dem neuen Lieblingshobby nichts mehr im Wege.

Bildnachweis/Urheberrechtsvermerk: „Olga Danylenko/Shutterstock“

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Thomas Brammertz